Übergangslotsen

Shownotes

Das Angebot der Übergangslotsinnen und -lotsen, das als Bestandteil der Fachkräfteoffensive NRW gemeinsam mit dem Arbeitsministerium in NRW eingerichtet wurde, richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler im sogenannten Übergangssektor, also an Berufskollegs und Berufsfachschulen. Mithilfe der Übergangslotsen sollen noch mehr junge Menschen den direkten Weg aus der Schule in eine Ausbildung finden. Übergangslotsinnen und -lotsen kümmern sich z.B.: Sie beraten die Jugendlichen bei der Gestaltung des Übergangs von der Schule. Sie helfen ihnen bei der Selbstorganisation, unterstützen sie bei der Suche nach Praktikumsplätzen. Sie begleiten sie zu wichtigen Terminen. Sie unterstützen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und unterstützen sie auch beim individuellen Bewerbungsprozess. Wie sich das gestaltet und organisiert wird, erfährt man im Gespräch mit Herrn Nüchter vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Infos gibt es hier: https://www.schulministerium.nrw/uebergangslotsen https://www.mags.nrw/ausbildungswege-nrw-coaches-und-uebergangslotsen-bringen-junge-menschen-und-betriebe-zusammen Ein Transkript gibt es hier: https://www.schulministerium.nrw/nachgefragt-der-msb-podcast

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00:00:06: Guten Tag und herzlich willkommen zu unserer heutigen Folge von Nachgefragt der MSB-Podcast.

00:00:12: Wir wollen heute über die sogenannten Übergangslotsinnen und Lotsen sprechen, dem Rahmen des Programms Ausbildungswege NRW im Übergangsektor des Berufskollegs eingesetzt sind.

00:00:25: Bei mir ist Stefan Nüchter Referentem Referat, Trauner XIII des Ministeriums für Schule und Bildung und dort zuständig für genau diese Bildungsgänge des Übergangssektors und in diesem Zusammenhang damit auch für die Übergangslotsinnen und Lotsen.

00:00:41: Herzlich willkommen, Herr Nüchter!

00:00:43: Vielen Dank, ich freue mich hier zu sein.

00:00:45: Könnten Sie uns zu Ihnen gleich mal erklären was genau denn eigentlich die Bildungs- gänge des Übergangssektores am Berufskolleg sind?

00:00:54: Ja gerne – zu den Bildungskängen des Übergangssektors zählen die vollzerrschulischen Bildungsgenge in dem den beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in sieben verschiedenen berufliche Fachbereichen Schulabschlüsse der Sekundarstufe I absolviert werden können.

00:01:10: Das sind konkret der Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung in der Vollzeitvariante und die Berufsfachschulen eins und zwei.

00:01:17: Im zuerst genannten Bildungsgang kann der erste Schulab Schluss erreicht werden und in den Berufsfachschulen, die auch zur Ausbildung Vorbereitung einen sehr sinnvollen Anschluss schaffen jeweils der erste erweiterte Schulabschluss oder die Fachoberschulreife.

00:01:33: Die Bildungsringe sind also jeweils aufeinander

00:01:35: bezogen.".

00:01:37: Das hört sich ja an, als hätten Jugendliche nach der Sekundarstufe I noch gute schulische Möglichkeiten am Berufskollege?

00:01:45: Ja so ist es!

00:01:46: Viele Jugendliche, die die Sekundarschufe I verlassen und noch nicht sofort in eine Berufsausbildung starten können oder wollen haben im Übergangssektor des Berufsgelegens die Möglichkeit sich in den entsprechenden Fachbereichen vorzubilden und ihre Schulabschlüsse zu erweitern.

00:02:01: Theoretische Unterrichtung berufliche Praxis werden dabei eng verzahnt, um die Jugendlichen gut auf dem Ausbildungsmarkt vorzubereiten.

00:02:10: Schülerinnen und Schüler absolvieren Praktika, die nicht nur im Unterricht vorbereitet werden sondern auch ein Teil des Unterrichtes sind.

00:02:18: Ziel ist es dass junge Menschen sich schnell und fundiert für eine Berufsausbildung entscheiden können und bestenfalls nach einem Schuljahr im Übergangssektor einen Übergang schaffen.

00:02:28: Also die Grundlagen haben wir jetzt erklärt, wunderbar vielen Dank.

00:02:31: aber was genau sind denn in diesem Zusammenhang dann Übergangslotsinnen und Lotsen?

00:02:37: Und welche Rolle spielen Sie?

00:02:40: Ja übergangslos sind Teil des sogenannten Programms Ausbildungswege NRW.

00:02:45: dieses Programm liegt in der Zuständigkeit des Ministeriums für Arbeit Gesundheit und Soziales das in Nordrhein-Westfalen Max abgekürzt wird.

00:02:53: Zugleich erhalten Betriebe Unterstützung bei der Besetzung ihrer freien Ausbildungsstellen.

00:02:58: Und welche Rollen spielen da jetzt die Berufskollegs?

00:03:00: Wie sind diese eingebunden?

00:03:03: Ja, die Übergangslotsinnen und Lotsen sind verort an den Berufskollegen im Bereich des Übergangsektors angesiedelt und unterstützen dort die ausbildungsinteressierten Schülerinnen und Schülern auf dem Weg von der Schule in eine geeignete Berufsausbildung.

00:03:16: Sie begleiten die Schülerinnen- und Schüler in diesem Rahmen auch im Praktikum.

00:03:21: mit Hilfe von Übergangslotsinnen und Lotsen sollen also junge Menschen schneller und zielgerechteter den direkten Weg aus dem Übergangssektor eine andere Ausbildung finden.

00:03:30: Und das Angebot ist im Zuge der Fachkräfteoffensive Nordrhein-Westfalen entstanden?

00:03:35: Ja, alles klar!

00:03:36: Und über wie viele ÜberganglotsInnen und Übergungslotsen sprechen wir hier in Nordrheines Fallen?

00:03:43: Also wir haben derzeit rund onehundertdreißig Übergangeslotsinnen und Lotzn Seit Herbst, in Nordrhein-Westfalen.

00:03:53: Diese haben sich am Berufskolleg seitdem gut in die örtlichen Beratungsstrukturen integriert und unterstützen die Lehrkräfte an unseren Berufskoleks.

00:04:03: Dann haben also die Lotzen und Lotzinnen eine Art Charnierfunktion.

00:04:08: Warum sind die Übergangslotzen derzeit ausschließlich auf die Schülerinnen und Schüler im Übergangssektor am Berufskollege konzentriert?

00:04:16: Ja richtig, also Scharnierfunktion trifft es ganz gut.

00:04:20: Also viele Jugendliche die betreffenden Bildungsgänge besuchen haben einen noch besonderen Unterstützungsbedarf so dass eine individuelle Prozess begleitende Beratung und Betreuung vielfach angebracht ist um ihnen den Weg in Ausbildung und damit in ein erfolgreiches Berufsleben auch zu eröffnen.

00:04:38: Und um dies zu gewährleisten, werden spezifisch flankierende Maßnahmen beim Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung benötigt.

00:04:48: Darüber hinaus ist die Verweildauer der Jugendlichen innerhalb dieser Bildungsgänge derzeit noch recht hoch also oft mehr als ein Schuljahr so dass es auch aus ökonomischer Sicht insbesondere im Anbetracht des Fachkräftemangels geboten ist ihr Potenzial für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt auch zielgerechte zu erschließen.

00:05:07: Wunderbar, aber vielleicht können Sie mal ein konkretes Beispiel geben.

00:05:11: Wie sieht denn die Arbeit ganz konkret aus?

00:05:13: von den Lohzinnen und Lohzen?

00:05:17: Ja gerne!

00:05:17: Ein starker Fokus liegt auf der Unterstützung des Schülerinnen und Schülern bei der Suche nach einem Praktikums- und Ausbildungsplatz.

00:05:24: So führen Übergangslohzine und Lohnsen zunächst einmal individuelle Beratungsgespräche mit den Schülerinnen.

00:05:32: In diesem ersten Gespräch kann sich ergeben, dass z.B.

00:05:35: erst mal eine Hilfestellung bei der individuellen Selbstorganisation zum Beispiel bei der Suche nach einem Praktikumsplatz gegeben wird.

00:05:43: Darüber hinaus begleiten die Übergangslotsinnen und Lotsen die Schülerinnen und Schülern selbst wahrscheinlich gern bei wichtigen Terminen.

00:05:49: Zum Beispiel bei einer ersten persönlichen Kontaktaufnahme bei einem potenziellen Ausbildungsbetrieb zudem es über die Übergangslotsin und Lotzen durch ihre Verordnung in der Region im Idealfall auch schon Kontakte gibt.

00:06:01: Natürlich unterstützen Sie auch beim individuellen Bewerbungsprozess, ganz konkret heißt das die Bewährungsunterlagen sichten und gemeinsam gegebenenfalls die Unterlagen aktualisieren und entsprechend anpassen.

00:06:15: Also ich verstehe und ich glaube dass kann man jetzt auch draußen so mitnehmen der Kurs geht ganz klar Richtung Berufsausbildung für die Schülerinnen und Schülern

00:06:26: Ja, aber wichtig ist mir auch an dieser Stelle zu betonen dass es sich bei den Unterstützungsangeboten der Übergangslotzen und Lotzen um freiwillige Angebote für ausbildungsinteressierte junge Menschen im Übergangsektor des Berufskulichs handelt.

00:06:40: Jugendliche die also ihren Schulabschluss weiterhin verbessern wollen können dem auch nachgehen.

00:06:46: Und immer wenn Menschen zusammenarbeiten gibt es ja auch mal freundlich gesagt, Friktionen oder Herausforderungen.

00:06:54: Welche können das sein zwischen Lehrkräften und Übergangslotsinnen und Lotsen?

00:07:00: Ja wie in jeder Zusammenarbeit gibt es auch hier und da Herausforderung bestimmt.

00:07:04: eine davon ist oft die Kommunikation und die Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten.

00:07:10: also wir haben ja schon auch gelernt dass sind sehr viele.

00:07:13: Hier ist es wichtig, dass Lehrkräfte und auch das weitere pädagogische Personal und eben die Übergangslotsinnen-Lotsen regelmäßig offen miteinander kommunizieren, um die jungen Menschen bestmöglich und ausgehend von ihren Bedarfen auch zu unterstützen.

00:07:27: Und zu verdeutlichen dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

00:07:32: Die Art der Zusammenarbeit kann auch regional je nach Strukturen vor Ort variieren und unterschiedlich ausgerichtet sein.

00:07:38: Natürlich spielen auch die unterschiedlichen beruflichen Fachbereiche eine Rolle, die je also noch ihre eigenen Anforderungen mitbringen.

00:07:48: Eine wichtige Herausforderung kann die neue Ausrichtung der Zusammenarbeit der Teams vor Ort sein, denn Lehrkräfte und beispielsweise Sozialpädagoginnen bekommen ja zusätzliche Unterstützung.

00:08:00: Die es in gewachsene Strukturen einzubinden gilt.

00:08:04: Essenziell ist jedoch die Zusammenarbeit als Mehrwert für die Unterstützung unserer Schülerinnen und Schülern wahrzunehmen und zu erfahren.

00:08:11: Gemeinsames Ziel unserer Bestrebungen ist es ja Ausbildungsperspektiven zu eröffnen.

00:08:16: Die Ausgestaltung orientiert sich dabei an den individuellen Bedarfen und den aktuellen Situation der jungen Menschen.

00:08:24: Und wird entsprechend abgestimmt.

00:08:28: Sie haben von den Herausforderungen gesprochen, sicherlich nicht einfach aber sie lassen sich doch überwinden oder?

00:08:37: Ja eine gute Möglichkeit dieser Herausforderung zu überwenden sind halt klare Strukturen umfangreiche klare und breite Kommunikation in Absprache mit dem MAX und dem MSB der Regionaldirektion, der Bundesangentur für Arbeit und den jeweiligen Akteuren vor Ort ist dieses Projekt in den bestehenden Strukturen wie zum Beispiel auch der Berufsberatung eingebunden und ja auch entsprechend verzahnt.

00:09:05: Für alle Beteiligten ist es wichtig dass die Schulleitung die Zusammenarbeit aktiv unterstützt und fördert indem sie auch hier klare Strukture und Kommunikationswege etabliert.

00:09:15: Eine gute Grundlage, bitte dafür zum Beispiel auch der Segunder Kooperationsvertrag.

00:09:21: Den Schulleitungen und Übergangslotsenden Lotsen gemeinsam abschließen können mit diesem Können direkt zu Beginn Aufgaben und Rollen auch geklärt werden.

00:09:30: Und inwieweit braucht es dann noch die zuständigen Ministerien?

00:09:35: Ja das Ministerium für Schule und Bildung hat den Lehrkräften und auch den Übergungslotsinnen-Lotsen über die bekannten Webseiten umfangreiche Unterstützungsmaterialien sowie eine FAQ-Liste und eine Checkliste zur Verfügung gestellt, um den gemeinsamen Staat und die Einbindung der Übergangslotsinnenlotsen in die eigenen schulischen Strukturen so zu erleichtern.

00:09:56: Diese finden Sie auf der Internetseite von QALIS NRW.

00:10:00: Gute Projekte in Schule leben auch vom Austausch und vom Best-Process Beispielen.

00:10:05: Und der Entwicklung gemeinsamer Strategien gemeinsam mit der fachlichen Programmleitung durch die GIP NRW begleitet das Max gemeinsam mit dem MSB die Übergangslotsinnen und Lotsen landesweit.

00:10:19: Es finden beispielsweise regelmäßige Online-Sprechstunden oder thematische Workshops für die Übergangslotsin und Lotzensstadt, und im vergangenen Jahr fand auch eine große Fachtagung im Rahmen des Programmausbildungswege NRW statt.

00:10:35: Herr Nüchter zum Schluss gibt es schon erste erfolgsversprechende Ergebnisse?

00:10:40: Das Konzept am Berufskollekt ist sehr erfolgreich angelaufen.

00:10:43: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte- und Übergangslotsen haben uns schon zeitnah nach Projektstaat zurückgemeldet.

00:10:51: Dass es sich bei diesem Konzept um ein gutes Instrument zur Anbahnung eines Ausbildungsverhältnisses handelt.

00:10:57: angesichts der steigenden Anforderungen und der zunehmenden Hydrogenität in den Klassenzimmern werden die Schulinternen und externen Angebote zu beruflichen Orientierungen Übergangslotsinnen und Lotsen immer wichtiger.

00:11:14: Sie können maßgeblich dazu beitragen, Ausbildungschancen zu verbessern und Bildungswege entsprechend zu individualisieren.

00:11:22: Wunderbar!

00:11:22: Können Sie mal ein paar Zahlen nennen, die das jetzt hier verdeutlichen?

00:11:26: Gerne – Die Arbeit der Übergangslotsinnen-Lotsen wird regelmäßig durch das Max evoluiert.

00:11:30: Im Jahr zwei Tausendfünfundzwanzig haben diese zum Beispiel rund achttausend Einhundert Schülerinnen und Schülermübergangssektoren der Berufskollegs unterstützt und begleitet.

00:11:40: Insgesamt konnten bis lang zwei Tausend Zweihundert achten Achtzig von ihnen in eine Ausbildung.

00:11:45: Das wäre zum Beispiel eine berufliche oder eine schulische Ausbildung, aber auch eine Einstiegskwalifizierung und eine geförderte Berufsausbildung vermittelt werden.

00:11:54: Es gab auch entsprechende Ausbildungsperspektiven.

00:11:58: das sind zb Maßnahmen der Berufsvorbereitung Sprachkurse oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder eben auch in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einbinden.

00:12:11: Herr Nüchter, ich glaube wir haben alles gesagt.

00:12:13: vielen Dank für Ihre Zeit und den Einblick in nur einen kleinen Teil des Programms Ausbildungswege

00:12:19: NRW.

00:12:20: Ja, ich bedanke mich auch.

00:12:22: Also beim nächsten Mal hören wir uns wieder dann mit einem anderen Thema.

00:12:25: also wir hören uns.

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